Geringe Inflationsrate: Verbraucherpreise stiegen 2015 nur leicht

Die Preise für Waren und Dienstleistungen sind 2015 kaum noch gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt lediglich um 0,3 Prozent im Vergleich zu 2014, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt und damit die Anfang Januar getroffene vorläufige Prognose bestätigt. Die Jahresteuerungsrate ist damit seit 2011 rückläufig. Vor fünf Jahren betrug sie noch 2,1 Prozent. Bereits 2009 wurde ein ähnlich niedriger Stand wie im vergangenen Jahr erzielt.

Grund für den schwachen Preisauftrieb seien „im Wesentlichen“ die niedrigen Energiepreise und insbesondere der Preisverfall beim Rohöl auf dem Weltmarkt. „Energie insgesamt verbilligte sich 2015 gegenüber 2014 erheblich um 7,0 %“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes. 2015 wurde vor allem bei den Mineralölprodukten ein Rückgang verzeichnet: Die Preise für leichtes Heizöl fielen um 23,1 Prozent und die für Kraftstoffe um 10,0 Prozent. Laut der Behörde lag die Jahresteuerungsrate ohne Hinzurechnung des Energiesektors bei 1,1 Prozent. Gleichzeitig erhöhten sich die Kosten für Nahrungsmittel um 0,8 Prozent, für Zeitungen und Zeitschriften um 5,9 Prozent, für Kaffee, Tee und Kakao um 5,5 Prozent sowie für Tabakwaren um 4,0 Prozent. Ein Plus wurde ebenfalls bei den Dienstleistungen in Höhe von 1,2 Prozent erzielt. „Auffällig waren hier Preiserhöhungen unter anderem bei Personenbeförderung im Straßenverkehr (davon Taxifahrt: + 12,1 %) sowie Friseurleistungen und Dienstleistungen für Körperpflege (+ 3,4 %)“, teilt die Behörde dazu mit.

Auch für den Monat Dezember ermittelte das Statistische Bundesamt eine Zunahme der Verbraucherpreise um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit ist die Inflation etwas niedriger als im November des vergangenen Jahres mit 0,4 Prozent ausgefallen. Wie die Behörde erklärt, lagen damit „die monatlichen Inflationsraten im Jahr 2015 durchweg deutlich unterhalb von 1 %“. 

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