Eurostat: Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union auf niedrigstem Niveau seit Juni 2011

Die Erwerbslosenquote im Euroraum sank im Juli saisonbereinigt auf 10,9 Prozent. Damit ist die Arbeitslosigkeit in der Europäischen Währungsunion auf den tiefsten Stand seit drei Jahren gefallen, wie das statistische Amt der Europäischen Union Eurostat bekannt gab. Im Juni lag die Quote noch bei 11,1 Prozent. In der Europäischen Union (EU) lag der Anteil sogar nur bei 9,5 Prozent und erreichte damit die niedrigste Quote seit Juni 2011.

Nicht nur der Arbeitsmarkt in Deutschland bewegt sich auf einem robusten Niveau (BAP berichtete). Entgegen der Prognosen von Ökonomen gingen auch in der Eurozone und in der Europäischen Union (EU) die Arbeitslosenzahlen zurück. In der Eurozone waren im Vergleich zum Vormonat 213.000 Menschen weniger auf Jobsuche. Damit belief sich die Zahl der Nicht-Erwerbstätigen auf 17,532 Millionen Männer und Frauen. In der EU hingegen waren 23,067 Millionen Menschen ohne Arbeit – ein Rückgang von Juni auf Juli um 232.000 Personen. „Von den Mitgliedstaaten verzeichneten Deutschland (4,7%), die Tschechische Republik und Malta (je 5,1%) im Juli 2015 die niedrigsten Arbeitslosenquoten“, heißt es dazu in der Eurostat-Pressemitteilung. Griechenland mit 25,0 Prozent im Mai dieses Jahres und Spanien mit 22,2 Prozent wiesen hingegen die höchsten Arbeitslosenzahlen auf. Wie das Statistikamt weiter mitteilt, sank die Erwerbslosenquote in 23 Mitgliedsstaaten innerhalb eines Jahres. In drei Mitgliedsländern (Finnland, Frankreich und Österreich) stieg diese an, in zwei (Belgien und Rumänien) hingegen blieb der Wert unverändert. „Die stärksten Rückgänge meldeten Bulgarien (von 11,5% auf 9,4%), Spanien (von 24,3% auf 22,2%), Griechenland (von 27,0% auf 25,0% zwischen Mai 2014 und Mai 2015), Portugal (von 14,1% auf 12,1%), Irland (von 11,3% auf 9,5%) und Kroatien (von 16,9% auf 15,1%)“, teilt Eurostat weiter mit.

Zur Eurozone zählen 19 Staaten der EU, die den Euro als offizielle Währung eingeführt haben. In der EU selbst sind 28 Mitgliedsstaaten vertreten, die bestimmten wirtschaftlichen Kriterien beispielsweise bei der Preis- und Wechselkursstabilität und der Stabilität der öffentlichen Haushalte unterworfen sind.

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