DIHK-Konjunkturumfrage 2016: Stimmung in der Wirtschaft positiv – Einstellungsbereitschaft weiterhin hoch

Deutsche Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Wirtschaftslage zu Jahresbeginn „so gut wie noch nie“. Dies bestätigen 27.000 befragte Unternehmen für die Umfrage „Konjunktur erfreulich stabil“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zur Wirtschaftslage und Erwartungen für 2016. Insbesondere Handels- und Dienstleistungsunternehmen seien sehr zufrieden. Die Gründe für diese „erfreulich stabile Konjunkturperspektive“ sind neben dem niedrigen Ölpreis ein schwacher Euro und eine grundsätzlich gute Finanzierungssituation.  

Trotz guter konjunktureller Rahmenbedingungen „erreichten die Sorgen der Wirtschaft um die Faktoren ‚Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen‘ und ‚Fachkräftemangel‘ Rekordwerte“, heißt es in einer Pressemitteilung der DIHK. Die wirtschaftliche Schwäche Chinas und vieler Rohstoff-Förderländer werde nicht zu einer verbesserten Situation beitragen, bestätigt auch DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Die Wachstumsprognose von 1,3 Prozent sei laut Wansleben als „solide Entwicklung“  im Spannungsfeld von positiven Geschäftsprognosen und verunsicherten Märkten einzuordnen.

Mit wachsenden wirtschaftspolitischen Bedenken ist weiterhin eine Belebung der Investitionen nicht zu erwarten, einzige Ausnahme ist hier die Bauindustrie. Die Investitionsabsichten verbessern sich wenig – trotz guter Finanzierungsbedingungen. Was die Beschäftigungsabsichten betrifft, so ist die grundsätzliche Einstellungsbereitschaft nach wie vor hoch. 18 Prozent der Unternehmen wollen ihre Belegschaften aufstocken, 70 Prozent planen mit gleich bleibender Mitarbeiterzahl und zwölf Prozent wollen Personal abbauen. „Auf dem Arbeitsmarkt lassen aufwändige Dokumentationspflichten und teils unangemessen harsche Kontrollen beim gesetzlichen Mindestlohn, die Pläne zur Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen sowie für ein Entgeltgleichheitsgesetz die Unternehmen zurückhaltender agieren“, schränkt Wansleben jedoch ein. 

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Ulrike Heine
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