Deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2015 um 1,7 Prozent gewachsen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich 2015 erneut verbessert. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2015 mit 1,7 Prozent um 0,1 Prozent höher als im Vorjahr. 2013 hatte sich das BIP den Erhebungen zufolge um lediglich 0,3 Prozent erhöht. Laut „Spiegel Online“ wuchs die deutsche Wirtschaft 2015 damit so stark wie seit 2011 nicht mehr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr „wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 %“. Auch Volkswirte hatten mit einer Erhöhung um 1,7 Prozent gerechnet, heißt es im „Focus“. Als wichtigsten Wachstumsmotor macht die Behörde den hohen Konsum aus. So lagen die preisbereinigten Konsumausgaben im Privatbereich um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr, die des Staates legten sogar um 2,8 Prozent zu. Gleichzeitig erhöhten sich die Investitionen sowohl im In- wie im Ausland. Die inländischen Investitionen waren dem Bundesamt zufolge 3,6 Prozent höher als 2014 und wurden hauptsächlich bei Ausrüstungen (Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) getätigt. Die Bauinvestitionen stiegen hingegen nur leicht um 0,2 Prozent. Mit 5,7 Prozent lagen die preisbereinigten Importe etwas höher als die Exporte mit 5,4 Prozent, „sodass der resultierende Außenbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, einen vergleichsweise geringen Beitrag zum BIP-Wachstum leistete (+ 0,2 Prozentpunkte)“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung der Statistiker.

„Zur wirtschaftlichen Belebung“ trugen auch das Produzierende Gewerbe ohne Baugewerbe und die Dienstleistungsbranche bei, teilt das Statistische Bundesamt weiter mit. So legte das Produzierende Gewerbe, das ohne Baugewerbe rund ein Viertel zur Bruttowertschöpfung beiträgt, um gut 2,2 Prozent zu. „Überwiegend positiv“ sei auch die Entwicklung in den meisten Bereichen der Dienstleistungsbranche verlaufen. Lediglich die Finanz- und Versicherungsdienstleister verzeichneten ein Minus von 1,0 Prozent. Leicht rückläufig mit einem Minus von 0,2 Prozent entwickelte sich auch das Baugewerbe.

Mitverantwortlich für den Anstieg des BIP ist zudem die gute Lage am Arbeitsmarkt. 43 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland registrierten die Statistiker Ende 2015. Dem „Focus“ zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 700.000 sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen. Die Arbeitsproduktivität stieg dem Statistischen Bundesamt zufolge je Erwerbstätigen um 0,9 Prozent. 

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