Bundesagentur für Arbeit: Arbeitsmarkt im Januar in guter Form

Obwohl die Arbeitslosigkeit im Januar aus „jahreszeitlichen Gründen“ gestiegen ist, spricht die Bundesagentur für Arbeit (BA) von einem guten Start in das neue Jahr. Wie der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-J. Weise heute in Nürnberg bekanntgab, nahm die Arbeitslosenzahl im Januar im Vergleich zum Vormonat um 239.000 auf 2.920.000 zu. Damit stieg die Quote um 0,6 Zähler auf 6,7 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit aber um 111.000 zurück.

„Die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt hat sich zum Jahresbeginn fortgesetzt: Aus jahreszeitlichen Gründen ist die Arbeitslosigkeit im Januar zwar gestiegen, saisonbereinigt gab es aber erneut einen deutlichen Rückgang“, lautet angesichts dieser Zahlen das Fazit von Weise. Tatsächlich fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar 2016 geringer aus als in den letzten Jahren. Auch die Unterbeschäftigung, bei der zusätzlich „Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt“ werden, war saisonbereinigt leicht rückläufig. Sie belief sich im Januar 2016 auf insgesamt auf 3.681.000 Menschen und war damit um 183.000 niedriger als im Vorjahr.

Gleichzeitig sind Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt weiter gewachsen. Laut Statistischem Bundesamt nahm die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 44.000 zu. „Mit 43,30 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 439.000 höher aus“, heißt es in der BA-Pressemeldung. Nach Hochrechnungen der BA ist auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich gestiegen. Während sie von Oktober auf November 2015 saisonbereinigt um 76.000 zunahm, lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 31,39 Millionen Personen gegenüber dem Vorjahr sogar um 757.000 im Plus. „Besonders in den Branchen Pflege und Soziales, Handel und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen sowie im Verarbeitenden Gewerbe gab es im Vorjahresvergleich Zuwächse“, erläutert die Behörde.

Auch die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern hat noch einmal zugelegt. So stieg der BA-Stellenindex BA-X, „ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland“, im Januar 2016 um vier auf 211 Punkte. Dabei waren der Behörde 581.000 freie Arbeitsstellen gemeldet und damit 96.000 mehr als im Vorjahr. „Besonders gesucht waren Arbeitskräfte in den Berufsfeldern Verkauf, in der Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik sowie in Verkehr und Logistik. Es folgten Berufe in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau und medizinische Gesundheitsberufe“, teilt die BA mit.

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Ulrike Heine
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