Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosenzahl steigt im Dezember saisonbedingt an – Arbeitsmarkt 2015 verläuft positiv

Die Zahl der Erwerbslosen erhöhte sich im Dezember 2015 leicht um 48.000 Personen auf 2,681 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute bekanntgab. Im Jahr 2015 lag die Arbeitslosenzahl durchschnittlich bei 2,795 Millionen. Damit lag die Zahl der Arbeitslosen um 104.000 Personen niedriger als im Vorjahresdurchschnitt, sodass sich die Erwerbslosenquote im Vergleich zu 2014 um 0,3 Zähler auf 6,4 Prozent verringerte.

Dem Nachrichtenportal „N-TV“ zufolge sind die Erwerbslosenzahlen im Dezember 2015 der niedrigste Wert für diesen Monat seit 1990. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 82.000 Personen. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosenquote zum Jahresende nur leicht um 0,1 Punkte auf 6,1 Prozent. „Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt hält auch zum Jahresende an“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-Jürgen Weise die Daten. So sei die Arbeitslosigkeit im Dezember lediglich „aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen“, wohingegen sich die Nachfrage nach Arbeitskräften und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung weiter günstig entwickle.

Auch für das Gesamtjahr 2015 zieht Weise eine positive Bilanz: „Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist weiter gesunken, Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind dynamisch gewachsen, und die Einstellungsbereitschaft der Betriebe war das gesamte Jahr über sehr hoch.“ So waren der BA im vergangenen Jahr durchschnittlich 569.000 Arbeitsstellen gemeldet, womit der Wert der Vorjahre „deutlich“ übertroffen wurde. Insbesondere suchten die Unternehmen Fachleute in den Bereichen Verkehr und Logistik, Verkauf, Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau, Mechatronik, Energie und Elektro sowie Gesundheit. Der Stellenindex der BA (BA-X) lag demnach zum Jahresende bei 206 Punkten. Damit befindet sich die Arbeitskräftenachfrage auf „Höchstniveau“ und ist „weiterhin aufwärts gerichtet“.

Die gute Entwicklung im Gesamtjahr 2015 zeigt sich auch bei der Unterbeschäftigung, zu der die BA auch „Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit“ zählt. Diese lag letztes Jahr im Durchschnitt bei 3,633 Millionen Personen. Damit sank der Anteil der Unterbeschäftigten im Vergleich zu 2014 um 169.000. Gleichzeitig legten Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erneut zu. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhöhte sich die Erwerbstätigkeit um 329.000 Personen auf 43,03 Millionen (BAP berichtete). „Damit erreicht die Erwerbstätigkeit ihren höchsten Stand seit der Wiedervereinigung“, heißt es bei der BA.

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