Tarifpartner verhandeln Mindestlohn in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau

Für die rund 800.000 Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau wird gerade ein Mindestlohn ausgehandelt. Die erste Verhandlungsrunde endete allerdings erst einmal ohne Ergebnis. Dies berichten mehre Medien, darunter die Online-Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ sowie die Internetseiten „agrarheute.com“ und „raiffeisen.com“. Demnach konnten sich die Tarifvertragsparteien – Vertreter der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie Repräsentanten des Gesamtverbands der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) sowie der Arbeitsgemeinschaft der gärtnerischen Arbeitgeberverbände (AgA) in Kassel auf kein konkretes Ergebnis einigen. Weitere Verhandlungsgespräche seien nun für den 3. Juli 2014 geplant, heißt es in der Berichterstattung.

Wie die IG BAU in einer Pressemitteilung schreibt, soll in den Tarifverhandlungen „die zweijährige Übergangsfrist des derzeit im Bundestag beratenen Mindestlohngesetztes genutzt und die Löhne für ungelernte Arbeitnehmer an den gesetzlichen Mindestlohn herangeführt werden“. Auch „Die Zeit“ berichtet von einer „stufenweisen Anhebung der Löhne für ungelernte Arbeitnehmer“. Die Bundesregierung plant die Einführung eines gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohns von 8,50 Euro die Stunde für Januar 2015.

Die Tarifpartner hätten einen „ersten Schritt gemacht“ und grundsätzliche Annäherungen erzielt“, zitiert die IG BAU ihren stellvertretenden Bundesvorsitzenden und Verhandlungsführer Harald Schaum. Fortschritte habe es „insbesondere bei Fragen der Struktur des Mindestlohntarifvertrags“ gegeben, bei der konkreten Höhe des Lohns würden die Vorstellungen allerdings noch auseinander liegen, so Schaum weiter. „Raiffeisen.com“ zitiert Schaum im Vorfeld der Verhandlungen mit den Worten, in Deutschland hätte sich das Modell bewährt, „dass die Sozialpartner ihre Belange zielgenau untereinander selbst regeln, anstatt sich auf nur allgemeine Vorgaben des Gesetzgebers zu verlassen“.

In der Zeitarbeit gilt bereits seit 2012 eine allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze. Sie liegt aktuell bei 8,50 Euro im Westen, im Osten wird dieses Lohnniveau stufenweise erreicht. Darauf hatten sich die Tarifpartner im September 2013 verständigt. Darüber hinaus erhalten Zeitarbeitnehmer in den wichtigsten Einsatzgebereichen tarifvertraglich geregelte Branchenzuschläge, die ihre Löhne schrittweise an die Bezahlung von Stammmitarbeitern im Kundenbetrieb heranführen.




Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück