Deutsche Löhne liegen im internationalen Vergleich im oberen Drittel

Die höchsten Löhne werden in Zürich, Genf und Luxemburg bezahlt. In Deutschland bewegen sich  die Gehälter im oberen Drittel, sind aber nur halb so hoch wie in den höchstbezahlten Städten. Beim Preisniveau schneidet Deutschland ebenfalls vergleichsweise gut ab – hier zahlt man für Konsumgüter noch immer weniger als in vielen anderen Hauptstädten. Dies ermittelte die Schweizer Großbank UBS in der Studie „Preise und Löhne 2015“, über die die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet.

Wie die FAZ schreibt, wurden für die Studie die Nettolöhne von 15 Berufsgruppen herangezogen, die die gleichen Parameter aufweisen. Aus den gezahlten Nettolöhnen der Gruppen ließ sich das verfügbare Einkommen eines Haushalts bestimmen. Demnach steht einem Arbeitnehmer in Zürich durchschnittlich 23 Mal mehr Geld zur Verfügung als beispielsweise in Kiew. Der „Spiegel“ macht die Spanne in den verschiedenen Städten noch deutlicher: So erhält ein Busfahrer in Berlin ein Brutto-Jahresgehalt von rund 26.000 Euro, in München sind es fast 32.000 Euro und in Genf sogar 70.000 Euro. Die für die Studie berücksichtigten deutsche Städte München, Frankfurt und Berlin belegten dem Magazin zufolge die Plätze 21, 22 und 24.

In der Studie wurde zudem das Preisniveau in den Städten ermittelt. Im internationalen Vergleich ist dieses in den deutschen Städten relativ niedrig, Deutschland liegt im Mittelfeld. So belegen München, Frankfurt und Berlin die Plätze 29, 33 und 39, wie es im „Spiegel“ weiter heißt. Zürich, London oder Kopenhagen hingegen zählten zu den teuersten Städten der Welt.

Aus dem Vergleich von Lohn- und Preisniveau ermittelte die UBS schließlich die Kaufkraft der Beschäftigten in den jeweiligen Städten. Nimmt man den Nettolohn als Grundlage, „verfügt Luxemburg über die höchste Kaufkraft“, so die FAZ. Diese sei zehn Mal höher als in Jakarta, der Stadt mit der niedrigsten Kaufkraft. Aber auch die drei deutschen Städte liegen mit Platz neun (München), zehn (Berlin) und zwölf (Frankfurt) im internationalen Vergleich weit vorn. So bräuchte dem „Spiegel“ zufolge ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Deutschland gut 41 Arbeitsstunden, um sich ein iPhone 6 leisten zu können. In Nairobi hingegen benötigt ein Arbeitnehmer ganze 468 Arbeitsstunden oder bei einem Acht-Stunden-Tag 58,5 Arbeitstage.

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