„Praxistest Zeitarbeit“ in Sömmerda: Bundestagsabgeordneter Steffen-Claudio Lemme informiert sich über Zeitarbeit

v.l.n.r.: Steffen Kaminski (District Manager bei Randstad), Steffen Claudio Lemme (MdB, SPD), Hans Christian Bauer (Director Social Affairs & Randstad Akademie) und Matthias Kluge (Branch Manager bei Randstad); Foto: Randstad Deutschland GmbH & Co. KG

Der sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme besuchte im Rahmen der BAP-Aktion „Praxistest Zeitarbeit“ das BAP-Mitglied Randstad Deutschland GmbH & Co. KG im thüringischen Sömmerda. Lemme wollte sich einen Einblick in die Zeitarbeitspraxis in seinem Wahlkreis verschaffen. Damit war er der Einladung des BAP gefolgt, sich vor Ort über die Zeitarbeit zu informieren, bevor die Abgeordneten des Deutschen Bundestages nach dem Ende der parlamentarischen Sommerpause über weitreichende Änderungen für die Zeitarbeit beraten.

Hans Christian Bauer, Director Social Affairs & Randstad Akademie, Steffen Kaminski, District Manager, und Matthias Kluge, Branch Manager bei Randstad, empfingen den SPD-Politiker in der Unternehmensniederlassung in Sömmerda. Bei dem Besuch kamen neben den geplanten Gesetzesänderungen Themen wie die regionale Arbeitsmarktsituation, auch im Hinblick auf die Integrationsfunktion der Branche, die Motivation von Kunden Zeitarbeit zu nutzen und der Mehrwert von Zeitarbeit zur Sprache. Lemme konnte sich bei dem Termin ausführlich darüber informieren, wie Personaldienstleister tatsächlich arbeiten.

Erfahren konnte Lemme bei dem Gespräch aber auch, dass die Zeitarbeitsbranche den im Juni von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwurf kritisch sieht. So bemängelte Bauer die im Regierungsentwurf fehlende Equal Pay-Definition, was bei den Zeitarbeitsunternehmen und ihren Kundenbetrieben zu erheblicher Rechtsunsicherheit führt. Die vorgesehene Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten, die zum Beispiel längere Vertretungen bei Elternzeit oder Projektarbeit bei Ingenieurstätigkeiten nahezu unmöglich machen wird, kritisierte er als praxisuntauglich. Neben einer gesetzlichen Equal Pay-Definition wünschte sich Bauer, dass diese Definition auch in der Praxis für die Zeitarbeitsbranche handhabbar bleibt und sich an den regelmäßigen Vergütungsbestandeilen orientiert.

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