Statistisches Bundesamt: Gute Wirtschaftslage im deutschen Handwerk

Das Handwerk hat im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt gibt. Die positive Entwicklung der Erlöse im zulassungspflichtigen Handwerk ist neben einer insgesamt guten Konjunktur auf die gewachsene Konsumnachfrage im Inland, eine positive Auftragslage seitens der Industrie und den boomenden privaten Wohnungsbau und eine florierende Modernisierung zurückzuführen.

In allen sieben Gewerbegruppen wurden per Umsatzsteuervoranmeldung steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahr gemeldet. Spitzenreiter ist das Kraftfahrzeuggewerbe mit einem Plus von 5,2 Prozent, während das Lebensmittelgewerbe mit 1,3 Prozent Wachstum das Schlusslicht bildet, so die Statistiker der Wiesbadener Behörde.

Auch die Beschäftigtenzahlen in den zulassungspflichtigen Gewerben gingen leicht nach oben: Im Jahresdurchschnitt arbeiteten 2016 insgesamt 0,1 Prozent mehr Handwerker in den Betrieben als im Jahr zuvor. Mit Blick auf die einzelnen Gewerbegruppen nahm die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitsgewerbe mit plus 1,0 Prozent am stärksten zu, auch im Kfz-Gewerbe (plus 0,6 Prozent) und auf dem Bau (plus 0,5 Prozent) gab es mehr Beschäftigte. Doch trotz voller Auftragsbücher und positiver Konjunkturprognose beklagt auch das deutsche Handwerk einen Mangel an Nachwuchskräften: "Wir haben nicht genug Facharbeiter, obwohl wir uns sehr bemühen um die Facharbeiter, und das könnte sich in der Zukunft doch zu einer Wachstumsbremse ausweiten.", erklärte der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Handwerk, Hans Peter Wollseifer, im Interview mit dem Sender Deutschlandfunk. Eine gezielte Unterstützung durch Politik und die Bundesagentur für Arbeit als auch eine bessere Berufsorientierung könne dem Fachkräftemangel entgegensteuern, so Wollseifer weiter.

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