OECD: Gute Bedingungen für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

Deutschland ist gut vorbereitet auf die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Mehr als 80 Prozent der Arbeitgeber hierzulande sind mit der Arbeitsleistung der von ihnen angestellten Asylbewerber und Flüchtlinge zufrieden. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Deutschland“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Laut Studie sind sowohl der rechtliche Rahmen als auch Unterstützungsleistungen für einen Arbeitsmarktzugang von entscheidender Bedeutung für gelungene Integration. In beiden Bereichen habe die Bundesregierung in der Vergangenheit die Rahmenbedingungen nachhaltig verbessert und die Weichen für die Zukunft gut gestellt, so die Experten der Industrieländer-Organisation, die Deutschland insgesamt gute Fortschritte im Umgang mit der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen attestieren.

Für die Untersuchung wurden rund 2.200 deutsche Unternehmen in Kooperation von OECD und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befragt. Hauptgrund für das Einstellen von Geflüchteten ist für 77,8 Prozent der Befragten die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, lautet eines der zentralen Ergebnisse der Befragung. Trotz der insgesamt positiven Bewertung des Handlings der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten hierzulande sind nach Ansicht aller befragten Unternehmen gute bis sehr gute  Deutschsprachkenntnisse - auch für geringqualifizerte Jobs - unabdingbar für eine erfolgreiche Beschäftigung. Die Vermittlung berufsbezogener Sprachkenntnisse sei im nächsten Schritt der Schlüssel zur weiteren Qualifikation.

Deutschland habe in den vergangen zwei Jahren Beeindruckendes geleistet, allerdings „müssen jetzt nach der Bewältigung der Erstaufnahme Schritte zur strukturellen Integration folgen. Angebote zur beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie zu fachspezifischem Deutschunterricht sollten insbesondere für Geringqualifizierte weiter ausgebaut werden“, so Gabriela Ramos, OECD-Sonderbeauftragte. Solche Maßnahmen seien eine wesentliche Voraussetzung dafür, „dass die Aufnahmegesellschaft langfristig von Migration profitiert“.

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