Verdienste und Arbeitszeiten differieren zwischen ost- und westdeutschen Beschäftigten

Einem Bericht der „Passauer Neuen Presse“ zufolge existieren „deutliche“ Unterschiede bei den Verdiensten und Arbeitszeiten zwischen Arbeitnehmern in Ost- und in Westdeutschland. Wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes und der Statistischen Landesämter hervorgehe, auf die sich die Zeitung bezieht, lägen die Verdienste von Beschäftigten aus einem der ostdeutschen Bundesländer im vergangenen Jahr um 20 Prozent niedriger als die von Arbeitnehmern in den alten Bundesländern. Gleichzeitig arbeiteten Ostdeutsche länger als ihre westdeutschen Kollegen.

„Die Bruttolöhne lagen demnach in Ostdeutschland (ohne Berlin) im Schnitt bei rund 26.800 Euro und in Westdeutschland (ohne Berlin) bei knapp 33.500 Euro“, heißt es in der „Passauer Neuen Presse“. Ein Arbeitnehmer in Westdeutschland verdiente damit im Jahr 2015 durchschnittlich rund 6.640 Euro mehr als ein Beschäftigter in den alten Bundesländern. Außerdem – so heißt es weiter – „arbeiteten Beschäftigte in den neuen Bundesländern jährlich  78 Stunden mehr als die Bürger in den alten Bundesländern“. Während Arbeitnehmer in den ostdeutschen Bundesländern 1.370 Arbeitsstunden leisteten, kämen Beschäftigte in Westdeutschland auf 1.292 Stunden.

Die Zahlen, auf die sich die Zeitung beruft, berücksichtigen allerdings offenbar nicht die unterschiedliche Wirtschaftsstruktur der Bundesländer in Ost und West im Hinblick auf die Ansiedlung mittelständischer und Großunternehmen. So wird in mittelständischen Unternehmen tendenziell weniger gezahlt als in Konzernen und Großunternehmen – unabhängig von Ost und West. Diese sind jedoch hauptsächlich in den westdeutschen Bundesländern angesiedelt, womit sich zumindest ein Teil der Lohnunterschiede erklären lässt.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück