KfW-Innovationsbericht Mittelstand: Immer weniger Unternehmen aus dem Mittelstand setzen auf Innovationen

Der aktuell veröffentlichte Innovationsbericht Mittelstand der KfW-Bank zeichnet ein ernüchterndes Bild des Innovationsstandortes Deutschland. Laut Bericht sei die Innovatorenquote um knapp 7 Prozentpunkte auf 22 Prozent eingebrochen; damit setze sich der langfristige Trend zu weniger Innovationen fort. „Die Anzahl der mittelständischen Innovatoren ist gegenüber dem Vorjahr um 237.000 auf nunmehr 803.000 Unternehmen zurückgegangen“, führen die Autoren des KfW-Innovationsberichtes aus. Damit setzt der Mittelstand, der als der Motor für die deutsche Wirtschaft gilt, nicht genug auf zukunftsweisende neue Ideen.

Die Höhe der eingesetzten Mittel ist dagegen nicht rückläufig: So wurden im vergangenen Jahr 36,7 Milliarden Euro durch den Mittelstand ausgegeben, damit haben sich die Innovationsausgaben laut Bericht „stabil entwickelt“. Dabei fällt auf, dass gerade große Mittelständler, also Firmen mit 50 und mehr Beschäftigten, ihre Innovationsausgaben erhöht haben, anders als kleinere Unternehmen, die diese gesenkt haben. Nach Branchen betrachtet, sind es Unternehmen aus den Bereichen Dienstleistungs- und Baugewerbe, die ihre Innovationstätigkeit drosseln.

Gründe für das geringere Engagement bei Innovationen sind die „Zunahme des Preiswettbewerbes“, „das gestiegene Alter der Belegschaften“ sowie „schwache Absatzerwartungen“, schreiben die Autoren des KfW-Innovationsberichtes Mittelstand. Auch die politischen Unsicherheiten sowie fehlende personelle Ressourcen hätten zu dem Rückgang der Innovationsbereitschaft beigetragen. Eine Trendwende könne man durch eine Überwindung der aktuellen politischen Unwägbarkeiten, eine Ausweitung der Neugründungen sowie Lernprozesse im Unternehmen erreichen. Hierbei gelte es - seitens der Innovationspolitik - die Finanzierungsschwierigkeiten sowie „regulatorisch-administrative Hürden“ zu überwinden, empfehlen die Autoren des Berichtes.

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