IW Köln: Zunahme der Wirtschaftsleistung Deutschlands bis 2035, aber weniger Erwerbstätige

Aktuellen Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) zufolge wird die deutsche Wirtschaftsleistung bis zum Jahr 2035 weiter zulegen. Dagegen wird die Zahl der Erwerbstätigen jedoch zurückgehen.

Einfluss auf die Entwicklung dieses sogenannten Produktionspotenzials wird vor allem der Renteneintritt derjenigen haben, die in der ersten Hälfte der 1960er Jahre geboren wurden – die sogenannte Babyboomer-Generation. „Das erwartete Potenzialwachstum der deutschen Wirtschaft wird sich von aktuell knapp 1,7 Prozent bis 2035 mehr als halbieren“, erwarten die IW-Forscher, obwohl der technische Fortschritt auch weiterhin „einen mehr oder weniger gleichmäßigen Wachstumsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) liefern wird“. Wie das IW Köln berichtet, wächst das BIP heute „in Deutschland je Einwohner noch stärker als je Erwerbstätigen“. Dieses Szenario werde sich 2035 jedoch umkehren. Das Wirtschaftswachstum wird daher hierzulande aufgrund des Mangels an Arbeitskräften ausgebremst werden, was dem Institut zufolge bereits ab der ersten Hälfte der 2020er Jahre eintreten wird.

Wie das IW Köln zusammenfasst, bedeuten diese gegenläufigen Trends, „dass ab dem Ende der 2020er Jahre steigende Produktivitätszuwächse, aber geringere Einkommenszuwächse zu erwarten sind“. So werden Arbeitskräfte aufgrund des technischen Fortschritts und der verbesserten Kapitalausstattung der Arbeitsplätze „produktiver“, heißt es auf der Website des Instituts. Als Folge des demografischen Wandels rechnen die IW-Forscher zudem damit, dass die Einkommen bei der geringer werdenden Zahl an Erwerbstätigen „kräftiger steigen“ werden „als die Bezüge all jener, die dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen“.

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