IAB: Viele Betriebe wollen Mitarbeiter nach Renteneintritt weiter beschäftigen

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Rahmen einer Studie ermittelt hat, versucht jeder dritte Betrieb in Deutschland, Mitarbeiter über den Rentenbeginn hinaus, weiter zu beschäftigen. Anreize bildeten vor allem kürzere und flexiblere Arbeitszeiten. Befragt wurden rund 13.000 Betriebe.

„Der Wunsch, Mitarbeiter zu halten, wird maßgeblich durch Fachkräfteengpässe bestimmt, welche insbesondere im verarbeitenden Gewerbe eine Rolle spielen: Liegen Fachkräfteengpässe vor, so steigt die Wahrscheinlichkeit, rentenberechtigte Mitarbeiter halten zu wollen, statistisch hochsignifikant um 21 Prozentpunkte“, erklären die IAB-Forscher. In der Öffentlichen Verwaltung sprach nur etwa jeder sechste Betrieb Mitarbeiter an, über den Renteneintritt hinaus weiter zu arbeiten. Nur 67 Prozent nahmen das Angebot an. Im Wirtschaftszweig „Maschinen, Elektrotechnik, Fahrzeuge“ versuchte dagegen annähernd jeder zweite Betrieb (43 Prozent) rentenberechtigte Mitarbeiter zu halten. Die Erfolgsquote lag in diesem Bereich bei 86 Prozent.

Vor allem Kleinbetriebe bemühten sich den Angaben der IAB-Forscher zufolge, rentenberechtigte Mitarbeiter zu halten. Rund 32 Prozent der Kleinbetriebe boten den Mitarbeitern Maßnahmen wie kürzere oder flexiblere Arbeitszeiten, veränderte Tätigkeitsprofile oder höherer Entlohnung, Prämien oder Beförderungen an. Bei den größeren Betrieben versuchten nur etwa elf Prozent, ihre Mitarbeiter mit diesen Maßnahmen zu einer Weiterbeschäftigung zu bewegen. „Kleinbetriebe haben tendenziell schlechtere Chancen, ausscheidende Mitarbeiter durch Neueinstellungen adäquat zu ersetzen“, begründen die IAB-Forscher die Studienergebnisse.

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