IAB: Digitalisierung führt bislang nicht zu Personalabbau

Die Digitalisierung macht sich mittlerweile in allen Wirtschaftsbereichen und einem großen Teil der Betriebe in Deutschland bemerkbar. Auswirkungen auf den Abbau von Personal haben sich jedoch bislang nicht gezeigt. Dafür steigen allerdings die Anforderungen an neue Mitarbeiter, die spezielle Kenntnisse mitbringen müssen. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) in einer aktuellen Studie, für die 12.000 Betriebe befragt wurden.

„Die zunehmende Digitalisierung bringt beträchtliche Veränderungen in der betrieblichen Personalpolitik mit sich“, bestätigen die IAB-Forscher Anja Warning und Enzo Weber. Dennoch sei eine Tendenz in Richtung Personalabbau durch die Digitalisierung bislang „nicht erkennbar“. Den IAB-Angaben zufolge habe die Digitalisierung aber mittlerweile Einfluss auf die Neueinstellung von Mitarbeitern, die verstärkt „Kenntnisse, die durch Weiterbildung erworben werden, sowie sozial-kommunikative Kompetenzen“ vorweisen müssen. Auch spiele eine zeitliche und inhaltliche Flexibilität der neuen Beschäftigten eine zunehmend wichtigere Rolle. Allerdings macht das IAB deutlich, dass die steigenden Anforderungen bislang nicht die Lohnentwicklung beeinflussen: „Obwohl im Zuge der Digitalisierung teilweise Engpässe bei der Besetzung offener Stellen auftreten und die Anforderungen steigen, zeigen sich bislang keine spürbaren Lohneffekte“, fasst das IAB zusammen.

Das IAB unterscheidet in der Studie drei Formen der Digitalisierung: der internen Digitalisierung (digitale Vernetzung der internen Produktions- oder Dienstleistungskette), der externen Digitalisierung (digitale Vernetzung mit Zulieferern oder Kunden), sowie dem Einsatz lernender Systeme. Der Trend in den befragten Unternehmen gehe den IAB-Ergebnissen zufolge in Richtung interner wie externer Digitalisierung, die weiter ausgebaut werden soll.

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