BMBF-Umfrage „ZukunftsMonitor“: Deutsche rechnen mit starkem Wandel der Arbeitswelt

Ein Großteil der Deutschen geht davon aus, dass sich die Arbeitswelt bis zum Jahr 2030 spürbar verändern wird. Dies ist das Ergebnis des aktuellen ZukunftsMonitors, einer repräsentativen Umfrage unter mehr als 1.000 Personen, die das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Januar durchgeführt hat.

Die Ergebnisse der Studie zeugen von einem unterschiedlichen Blick der Bevölkerung auf die Arbeitswelt der Zukunft, mit der Tendenz einer eher skeptischen bis negativen Sicht: Durch die Veränderungen der technologischen Entwicklung werden Abstiegsängste der Arbeitnehmer  geweckt. So rechnen fast 60 Prozent der Befragten damit, dass durch die Digitalisierung künftig Arbeitsplätze verloren gehen könnten und die heutigen Arbeitnehmer zunehmend von Robotern oder Computerprogrammen abgelöst werden. 84 Prozent gehen davon aus, dass Gehaltsunterschiede weiter wachsen werden und die Schere zwischen Gut- und Schlechtverdienern sich stärker öffnen wird. Demgegenüber glauben nur 9 Prozent der Studienteilnehmer, dass durch die Digitalisierung neue Jobs entstehen werden.

Einigkeit herrscht hinsichtlich der Berufsausbildung: Rund 85 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Inhalte der Berufsausbildung sich stark verändern müssen, um den neuen Anforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, zu genügen. Zudem gewinnt laut Studie lebenslanges Lernen immer mehr an Bedeutung: Für 90 Prozent ist kontinuierliche Weiterbildung unerlässlich, um beruflich erfolgreich zu sein.

"Wir stehen vor einer großen Transformation. (…) Der ZukunftsMonitor zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger ein gutes Gespür für diese Veränderungen haben. Sie fragen sich aber auch, was der digitale Wandel für sie persönlich und ihre berufliche Entwicklung bedeutet", so  Bundesforschungsministerin Johanna Wanka zu den Ergebnissen des ZukunftsMonitors.

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