Der Präsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), Volker Enkerts, sagt zu den aktuellen Darstellungen über die in der ARD ausgestrahlten Sendung „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“: „Unser Verband sieht Fairness als entscheidende Grundlage des Handelns und der Selbstverpflichtung unserer BAP-Mitglieder. Dies hat oberste Priorität. Wir distanzieren uns auf das Schärfste, sollte das, was dort bei Amazon mit Zeitarbeitnehmern geschehen ist, tatsächlich zutreffen und von Mitgliedsunternehmen zu verantworten sein. Wir werden es nicht zulassen, dass das Image unserer Branche so beschädigt wird.
Wir setzen uns als Branchenverband für faire Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeit ein und sind darüber hinaus Tarifpartner zahlreicher Gewerkschaften. Wir verpflichten alle unsere Mitglieder auf einen Verhaltenskodex. Er vereint 40 Jahre seriöse Zeitarbeitspraxis und die Einbindung in europäische Standards für ethisches Verhalten in der Zeitarbeit. Und damit das so bleibt, würden wir auch entsprechende Konsequenzen, die der Kodex als Sanktionen vorsieht, ziehen.
Keines unserer Mitgliedsunternehmen im Fall Amazon war nachweislich für die Unterbringung und Verpflegung der Zeitarbeitnehmer verantwortlich, noch hat irgendein Zeitarbeitsunternehmen die besagte Sicherheitsfirma beauftragt. Alle in der ARD-Sendung vorgebrachten Anschuldigungen haben nichts mit der Personalgestellung zu tun. Für uns steht die Ehre unserer ehrlich arbeitenden Mitglieder absolut im Vordergrund.“
Acht Mal im Jahr veröffentlicht das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) exklusiv für den BAP aktuelle Zahlen zur Zeitarbeit in Deutschland. Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier.
Im Rahmen seiner Kampagne „Die Zeitarbeit: Einstieg. Aufstieg. Wachstum“ informiert der BAP über die Branche.